zum Seiteninhalt springen

Von unten betrachtet

Eine Viertelstunde kann ziemlich lang sein, wenn man auf einen Befund wartet. Am Empfang vergeht dieselbe Viertelstunde wie im Flug. Drei Anrufe, ein Rezept, ein Patient ohne Termin. Natürlich alles gleichzeitig.

In Praxen, Gesundheitszentren und Krankenhäusern liegen solche Situationen oft nur wenige Meter auseinander. Und jede stellt andere Anforderungen an die Gestaltung des Raums und an das Licht.

Empfang der Repromed-Klinik in Adelaide mit geschwungener Liquid Line Pendelleuchte von Lightnet über dem Tresen. Repromed-Klinik in Adelaide, Fotografie: David Sievers
Wartebereich der Kieferorthopädie Dr. Hartmann in Margetshöchheim mit runden Basic X1 Deckenleuchten von Lightnet und Kinderspielecke. Kieferorthopädie Dr. Hartmann in Margetshöchheim
Empfang der Praxis Baldi in Basel mit Holztresen, floral gestalteter Decke und runden Decken- und Pendelleuchten von Lightnet. Praxis Baldi in Basel

Was ins Blickfeld rückt

Am Empfang richtet sich die Aufmerksamkeit auf Tresen und Gegenüber. Mal wird etwas eingetippt, mal ein Formular durchgereicht. Das Licht ist dabei vor allem dort gefragt, wo gearbeitet wird: auf dem Tresen, auf dem Papier, am Bildschirm.

Im Wartezimmer hat man mehr Zeit, sich umzusehen. Man schaut zur Tür, auf die Uhr oder aus dem Fenster. Man blättert in einer Zeitschrift oder sitzt einfach da. Irgendwann wandert der Blick zur Decke. Vielleicht fällt eine Leuchte auf. Oder erst das Licht, das sie auf die Decke wirft. Für einen Moment wird interessant, was sonst am Rand der Aufmerksamkeit liegt.

Dann ruft jemand einen Namen.

Auf der Untersuchungsliege hat man weniger Auswahl, was die Blickrichtung angeht.

Ein Gebäude, viele Perspektiven

Man wartet, spricht miteinander, wird untersucht oder begleitet jemanden. Was man dabei vom Raum wahrnimmt, verändert sich mit der Situation. Und damit auch die Anforderungen an das Licht.

 

Behandlungsraum der Zahnarztpraxis Dr. Schaltenberg in Meschede mit schwarzer Caleo Pendelleuchte von Lightnet über dem Behandlungsstuhl. Praxis Dr. Schaltenberg in Meschede
Patientenzimmer der Klinik für Manuelle Therapie in Hamm mit runder Deckenleuchte von Lightnet, Holzverkleidung und indirekter Wandbeleuchtung. Klinik für Manuelle Therapie in Hamm, Fotografie: PBM Visuals

Die Unterseite wird zur Ansicht

Leuchten sieht man meist so, wie man einen Raum betritt: im Gehen, schräg von unten, aus einigen Metern Entfernung. Auf der Untersuchungsliege verändert sich diese Perspektive. Die Lichtfläche und der Rand des Gehäuses können direkt ins Blickfeld rücken.

Von der Seite sieht man, wie weit eine Pendelleuchte abgehängt ist. Von unten ist dieser Abstand weniger deutlich zu erkennen. Stattdessen treten die Lichtfläche und ihr Verhältnis zur Decke stärker hervor. Vor einer dunklen Decke kann sie wie ein heller Ausschnitt wirken, vor einer aufgehellten fast wie ein Teil der Decke.

Wer auf einer Untersuchungsliege liegt, kann den Blick nicht einfach vom Licht abwenden, indem er sich im Raum umschaut. Eine Leuchte kann hier über längere Zeit mitten im Blickfeld liegen.

Gute Lichtgestaltung berücksichtigt deshalb nicht nur, wie ein Raum aussieht, sondern auch, wie Menschen ihn aus unterschiedlichen Positionen erleben.

Aufenthaltsraum mit Sofa, Sesseln und Tischtennisplatte unter zwei runden Pendelleuchten, grüner Wand und bodentiefen Vorhängen.

Sofa, Teppich, Pflanze: Und das Licht? Designfragen

Eine Stehleuchte neben dem Sofa macht noch kein wohnliches Büro. Es kommt darauf an, ob aus der Ecke mit dem Sofa ein eigener Ort wird.