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Wenn jedes Detail zählt Wie lineare Beleuchtung die reduzierte Architektur des Horst Wanschura Stores begleite

Ein Modegeschäft kann vieles sein: Verkaufsfläche, Ausstellungsraum, Treffpunkt oder Ausdruck einer ganz persönlichen Haltung. Bei Horst Wanschura in Stuttgart kommt all das zusammen. Seit mehr als vier Jahrzehnten prägt er die Modeszene der Stadt und steht für eine sorgfältig kuratierte Auswahl internationaler Designermode. Sein neuer Store übersetzt diesen Anspruch in eine Architektur, die sich bewusst zurücknimmt und den Kollektionen Raum gibt.

Auf 280 Quadratmetern wurden zwei ehemalige Gewerbeeinheiten zu einer zusammenhängenden Verkaufsfläche verbunden. Die vorhandenen Unterschiede in Raumhöhe und Bodenniveau wurden dabei zum Bestandteil des Gestaltungskonzepts. Ein vierstufiges Podest verbindet die verschiedenen Ebenen, während monolithische Einbauten und klar definierte Bereiche dem offenen Grundriss Struktur geben.

Die Materialauswahl bleibt konsequent reduziert. Hellgrauer Rauputz, schwarz lackierte Oberflächen, Edelstahl und weißes Glas bestimmen das Erscheinungsbild. Dazwischen setzt ein kräftiges, glänzendes Rot einen bewussten Kontrast. Als charakteristische Farbe von Horst Wanschura wird es zum wiederkehrenden Gestaltungselement und verleiht dem Store seine unverwechselbare Identität.

Auch die Beleuchtung folgt dieser gestalterischen Zurückhaltung. Zum Einsatz kommen die linearen Leuchtensysteme Matric G5 und Matric F5 von Lightnet. Ihre schmalen Profile greifen die geradlinige Architektur auf und integrieren sich in die unterschiedlichen Deckenbereiche.

In den höheren Raumzonen verlaufen abgependelte Matric G5 Lichtlinien parallel durch den Verkaufsraum. Ihre gleichmäßige Anordnung unterstreicht die Weite der Fläche und schafft eine klare Orientierung. Die präzise Lichtverteilung unterstützt die Wahrnehmung der ausgestellten Kollektionen, ohne selbst zum dominierenden Gestaltungselement zu werden.

In den Bereichen mit niedrigeren Deckenhöhen übernimmt die deckenintegrierte Matric F5 diese Aufgabe. Die schlanken Lichtlinien fügen sich nahezu bündig in die hellen Deckenflächen ein und setzen die lineare Gestaltung fort. So entsteht trotz der unterschiedlichen räumlichen Gegebenheiten ein zusammenhängendes Beleuchtungskonzept.

Die Architektur des Stores lebt von Kontrasten: rau und glänzend, zurückhaltend und ausdrucksstark, offen und klar gegliedert. Die Beleuchtung verbindet diese Gegensätze, indem sie die räumliche Ordnung unterstützt und den Blick auf das Wesentliche lenkt – die Mode.

Projektpartner

Entwurf: Claire wildenhues
Ausführung: werk_33, diezel.n
Fotografie: Joe Clark

Verwendete Produkte

Bestandteile dieser Lichtplanung.