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Raum als System, Licht als Bewegung Ein Experimentierraum, in dem Gestaltung und Präzision zusammenfinden

Zur Light + Building 2026 wurde unser Messestand zum Experimentierraum, als Einladung, Licht neu zu denken. Unter dem Leitmotiv Time To Play zeigten wir, wie gestalterische Freiheit, technologische Präzision und architektonische Systematik zusammenfanden.

Im Zentrum stand die Zusammenarbeit mit dem katalanischen Künstlerkollektiv Playmodes. Mit der kinetischen Installation Liquid Tiles entstand eine modulare, audiovisuelle Struktur aus 126 rotierenden Lichtelementen. Jedes Segment folgte einer klar definierten Geometrie und wurde durch generative Algorithmen innerhalb präziser Parameter in Bezug auf Bewegung, Farbe und Klang gesteuert. Was daraus entstand, wirkte organisch – obwohl es technisch exakt kontrolliert war. Die Grenzen zwischen Objekt und Prozess, zwischen programmiertem System und lebendiger Wirkung begannen zu verschwimmen.
Während Playmodes Software, Firmware und die generative Logik entwickelten, konstruierten und fertigten wir sämtliche Hardwarekomponenten intern. Die Installation war damit nicht nur Kunstwerk, sondern auch industrielles Versuchsfeld – ein Dialog zwischen künstlerischer Forschung und ingenieurtechnischer Umsetzung.

Mittelpunkt des Messestands war die großformatige Lichtinstallation, die wir gemeinsam mit Playmodes realisierten. Sie prägte den Raum nicht nur visuell, sondern atmosphärisch. Als bewegte Struktur aus Licht und Form, die technische Präzision in eine nahezu organische Dynamik übersetzte. In ihrer Dimension, Komplexität und integrativen Planung war diese Installation ein einmaliges Projekt innerhalb unseres Messeauftritts. Auch die übrige Standarchitektur trat selbstbewusst hervor und ergänzte die Installation um eine raumprägende Ebene. Im Barbereich verschmolzen Liquid Line und Ringo Star mit filigranen Metallketten zu einer schwebenden Lichtarchitektur, die Transparenz und Struktur in Balance hielt. Das reduzierte Profil der Lichtlinien traf auf bewegliche Metallglieder, die das Licht nicht abschirmten, sondern erlebbar machten.

Rund um diese zentrale Arbeit präsentierten wir unsere aktuellen Produktentwicklungen. Ergänzt wurde das Portfolio durch neue Materialoptionen – von Echtholzoberflächen aus eigener Manufaktur bis zu architektonischen Metallgeweben, die Licht und Struktur in Beziehung setzten. Ein weiterer Schwerpunkt war der neue Lightnet UX Konfigurator. Das browserbasierte Planungstool übersetzte geometrische Lichtsysteme in eine intuitive, visuelle Logik. Lineare Strukturen, Winkel oder komplexe Raumgeometrien ließen sich in Echtzeit konfigurieren – inklusive technischer Detaildefinition und Export von DWG-, Licht- und Ausschreibungsdaten. Gestaltung, Berechnung und Dokumentation griffen nahtlos ineinander.

Projektpartner

Herzlichen Dank an unsere Projektpartner:innen
Fotos: Holger Meckbach

Hängende, ovale Lichtleuchte mit gleichmäßigem Lichtband, umgeben von weiteren ringförmigen Leuchten
Minimalistischer Raum mit linearen Pendelleuchten, Arbeitsplatz und schlanken, freistehenden Leuchten auf Podesten
Lineare Stehleuchten mit Mikrostruktur vor moderner Decke, klare Formen und reduzierte Architektur
Messestand mit Metallgitterwänden, linearen Holzleuchten und freistehender Stehleuchte auf Podest
Holztheke mit integrierter Lichtlinie, strukturierte Oberfläche und textile Elemente auf Messestand