Den Haag, Niederlande Regierungsgebäude Rijnstraat 8

Direkt gegenüber dem Hauptbahnhof in Den Haag liegt das Regierungsgebäude Rijnstraat 8. Nach seiner Fertigstellung im Jahr 1992 war es ein führendes Beispiel für Nachhaltigkeit in der Büroarchitektur. 25 Jahre später bot das Gebäude jedoch nicht mehr die Flexibilität und Offenheit, die ein zeitgemäßer Bürotrakt erfordert. Daher wurde die Rijnstraat 8 im Jahr 2017 grundliegend saniert.

Früher beherbergte die Rijnstraat 8 das Ministerium für Wohnungsbau. Seit dem Umbau im Juli 2017 sind die Ministerien für Auswärtige Angelegenheiten, Infrastruktur und Umweltschutz hier ansässig, ebenso wie der Hauptsitz und die Anlaufstelle des niederländischen Einwanderungs- und Einbürgerungsdienstes.

Ellen van Loon vom Architekturbüro OMA (Office for Metropolitan Architecture), die das gesamte Gebäude neu plante, entwarf ein Bürokomplex, der flexible Arbeitsweisen mit weniger Bürofläche ermöglicht und genau wie 1992 ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit steht. Auch das Lichtkonzept ist nachhaltig. So wurde im kompletten Gebäude LED-Beleuchtung verwendet. Die Lobby zum Beispiel beleuchten unter anderem mehrere Ringo Star LED-Pendelleuchten mit 5m Durchmesser von Lightnet.

Einer der wichtigsten Konferenzräume des neuen Außenministeriums ist der «Grote zaal». Er ist eines der Wahrzeichen des neuen Gebäudes und erinnert im Design an den ehemaligen Van-Kleffens-Saal im alten Außenministerium. Optisches Highlight des Saals ist die Decke. Ihr Design greift die Elemente des Bodes wieder auf. So entspricht die Weltkugel an der Decke in Aussehen und Größe der am Boden und die Lichtlinie, welche die Weltkugel umschließt, bildet das Pendant des Konferenztisches.

Die rund 38m lange, oval geformte Lichtlinie besteht aus einer Liquid Line Structure in RAL 7047, die von der Decke abgependelt ist und deren LED-Boards bis zu 3000lm/m ermöglichen. Der Leuchtenkörper der Liquid Line besteht aus einem Aluminium-Strangpress-Profil, das bereits werkseitig vorgebogen wurde – somit sind individuelle und auch schwierigere Formen, wie die ovale Form des Lichtobjekts im «Grote zaal», problemlos realisierbar.

Lichtplanung: Maas & Hagoort